Historie

Gegründet wurde die Praxis von Dr. Karl-Heinz Neuhaus.

Karl-Heinz Neuhaus war Jahrgang 1922 und wurde nach dem Abitur zur Luftwaffe eingezogen. 1943 stürzte er mit seinem Flugzeug ab und wurde schwer verwundet. Daraufhin begann er 1943 das Studium der Zahnmedizin in Marburg, welches er 1947 mit dem Examen abschloss. Es folgten zwei Jahre Assistenzzeit in Dortmund.

1949 machte sich Karl-Heinz Neuhaus im Wohnzimmer seiner Eltern am Südfriedhof 12 in Dortmund selbständig. Der erste Behandlungsstuhl von der Firma EMDA wurde im Tauschhandel gegen Stahlbleche erstanden. Der Vater von Karl-Heinz Neuhaus - Karl Neuhaus – war Kokerei-Cheftechniker und hatte entsprechende Quellen zu den Stahlblechen.

1950 zog die Praxis um in die Kreuzstraße 24. Das Haus war zerbombt und wurde mit Eigenmitteln und Selbsthilfe wieder aufgebaut.

1955 zog die Praxis erneut um in die Kreuzstraße 136. Diesmal handelte es sich um ein neu errichtetes Einfamilienhaus mit Praxis und Labor im Erdgeschoss und der Privatwohnung darüber.

1970 erfolgte der Umzug der Praxis in den Dortmunder Süden in die Karoline-Zorwald-Straße im Dahmsfeld.

Im April 1978 musste Karl-Heinz Neuhaus plötzlich vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen zunächst aufhören zu arbeiten. 1979 eröffnete er nochmal eine neue Praxis in der Hamburger Straße. Diesmal lag der berufliche Schwerpunkt auf der Naturheilkunde.

Dr. Wolfgang Neuhaus1978 trat Dr. Wolfgang Neuhaus nach dem plötzlichen gesundheitlichen Ausscheiden des Vaters in die väterliche Praxis ein.

Wolfgang Neuhaus - Jahrgang 1948 - war nach dem Abitur 1967 am Max-Planck-Gymnasium in Dortmund zum Studium der Zahnmedizin nach Düsseldorf gegangen. 1973 erfolgte das Staatsexamen und es schloss sich bis 1977 die Assistenzzeit in der Abteilung für Prothetik der Uniklinik Düsseldorf unter Prof. Böttcher und Prof. Engelhardt an. Von 1977 bis 1978 war Wolfgang Neuhaus Assistent bei Dr. Przetak in Düsseldorf und widmete sich den Schwerpunkten Parodontologie und Gnathologie.

Die Übersiedlung nach Dortmund 1978 erfolgte in der Absicht, mit seinem Klinikkollegen Dr. Rudi Neuhaus (nicht verwandt)eine Gemeinschaftspraxis nach einem Umbau in der Karoline-Zorwald-Straße zu gründen. Durch Fehlplanung und mangelnde Kompetenz des planenden Dentalvertreters scheiterte dieses Projekt jedoch, da das Bauordnungsamt die Praxis nicht genehmigte. Unter anderem legten die Nachbarn Einspruch ein, da es sich um ein reines Wohngebiet handelte. Karl-Heinz Neuhaus hatte seine Praxis nie offiziell angemeldet und die Abnahme erfolgte seinerzeit durch einen ehemaligen Fähnleinführer der HJ unter Zuhilfenahme eines „kleinen Geldgeschenkes“. Offiziell wurde die Praxis daraufhin als Hobbyraum deklariert.

Trotzdem wurden Mitte 1978 die bestellten Möbel für eine komplette neue Praxis mit fünf Behandlungszimmern geliefert und zunächst in den Wohnräumen des Vaters Karl-Heinz Neuhaus in der Karoline-Zorwald-Straße gelagert. Seit dem 8. Mai 1978 behandelte Wolfgang Neuhaus zunächst in der alten Praxis seines Vaters, die sehr provisorisch hergerichtet wurde. Dies hatte seinen ganz besonderen Charme. Stand das Röntgengerät doch im ehemaligen Schlafzimmer des Vaters, das mit einer Blümchentapete verziert war. Im Juni 1978 erfolgte eine Begehung des Bauordnungsamtes, die die Androhung der sofortigen Schließung der Praxis nach sich zog. Ein Aufschub der Schließung konnte mit der Zusage, sofort mit der Suche nach neuen Räumlichkeiten zu beginnen, zunächst erwirkt werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Wolfgang Neuhaus verständlicher- und nachvollziehbarerweise die Lust verloren und wollte am liebsten zurück nach Düsseldorf. Die damaligen Mitarbeiterinnen der ersten Stunde waren Regina Schäfer, die aus Düsseldorf mitgekommen war und die ersten Nächte in Dortmund in der Praxis übernachtet hat, bis sie eine Wohnung gefunden hatte und Ulrike Zimmer. Ulrike Zimmer war Ureinwohnerin von Lücklemberg und begann ihre Ausbildung zur Zahnarzthelferin bei Wolfgang Neuhaus. Frau Zimmer ist noch heute in der Praxis tätig.

Das Projekt, mit Rudi Neuhaus eine Gemeinschaftspraxis in der Karoline-Zorwald-Straße zu gründen, war endgültig gescheitert. Rudi Neuhaus ließ sich in Menden nieder.

Die provisorische Praxis in der Karoline-Zorwald-Straße spielte sich zum Teil auch im Souterrain ab. In den Lichtschächten der Kellerfenster standen Plastikpflanzen und Mäuse schauten liebevoll bei der Behandlung zu. Morgens fanden sich des Öfteren Kröten, Riesenspinnen oder sogar Salamander in den Kellerräumen. Diese wurden gefangen und mit Hilfe von Herrn Höhler in Transportschachteln des Dentallabors Kiel aus Düsseldorf entsorgt (nicht getötet!).

1981 wurden dann die neuen Räume in der Kirchhörder Straße 71 gefunden. In den neuen Räumen herrschten dann auch „endlich menschenwürdige Arbeitsbedingungen“ (Zitat Wolfgang Neuhaus) in der Praxis. Mit dem damals jüngsten Zahntechnikermeister in Nordrhein-Westfalen Klaus Eggenstein gründetet Wolfgang Neuhaus auch ein Praxislabor. Sandra Zander wurde als Jungtechnikerin eingestellt. 1984 machte sich Klaus Eggenstein in der Etage über der Praxis selbständig.

Dr. Gertrud Hulde1993 trat Frau Dr. Gertrud Hulde in die Praxis ein und Wolfgang Neuhaus gründete mit ihr eine Gemeinschaftspraxis.

2004 kam Dr. Sebastian Schulte als Assistent in die Gemeinschaftspraxis Dr. Neuhaus und Dr. Hulde.

2006 gründeten Wolfgang Neuhaus und Sebastian Schulte eine neue Gemeinschaftspraxis und Gertrud Hulde setzte ihre Tätigkeit in der Praxis als angestellte Zahnärztin fort.

Im Jahr 2009 musste Wolfgang Neuhaus seine berufliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen schweren Herzens einstellen.

Mit Beginn des Jahres 2010 begann Dr. Patrick Thiele seine Tätigkeit in der Praxis Dr. Neuhaus und Dr. Schulte zunächst als freier Mitarbeiter.

2011 schied Wolfgang Neuhaus aus der Praxis aus und Dr. Sebastian Schulte und Dr. Patrick Thiele gründen eine Gemeinschaftspraxis. Frau Dr. Hulde verlässt aus gesundheitlichen Gründen auf eigenen Wunsch im Frühjahr 2011 die Praxis.

Praxis für Zahnheilkunde

Dr. med. dent.
Sebastian Schulte

Zahnarzt, Implantologe

Dr. med. dent.
Patrick Thiele

Zahnarzt, Fachzahnarzt
für Oralchirurgie

Kirchhörder Straße 71
44229 Dortmund

Tel: 0231. 73 34 66
Fax: 0231. 73 76 66
info@praxis-schulte-thiele.de

Endodontie

Mit Hilfe einer Wurzelkanalbehandlung (Endodontie) ist es möglich, einen Zahn, der keinen vitalen Zahnnerv mehr besitzt, auch langfristig zu erhalten. weiter...